Was tue ich bei zu hohen Cholesterinwerten?

Mit den Cholesterinwerten ist es ein bisschen wie mit weit entfernten Sternen im All: Solange man sie nicht sieht, interessieren sie einen Normalbürger nicht besonders. Die meisten Menschen kommen daher nie auf die Idee, nach ihnen suchen zu wollen oder sie wichtig zu nehmen. Irgendwann erzählt einem jemand, dass sie existieren – und spätestens dann weiß man Bescheid.

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Hohe Cholesterinwerte entstehen meistens nicht von heute auf morgen. Sie kommen im Rahmen einer Schwangerschaft vor oder sammeln sich mit zunehmendem Alter an. Man erkennt sie erst, wenn bei einem ärztlichen Check-Up die Werte höher als der durchschnittliche Normalwert sind. Bei einer leichten Erhöhung der Cholesterinwerte wird der Arzt vermutlich nur die Stirne runzeln, aber sonst nichts tun. Gehört man allerdings wegen anderer Erkrankungen zu den so genannten Hochrisikopatienten, rät er einem vielleicht zu einer Diät, mehr Bewegung und gegebenenfalls zu bestimmten Medikamenten.

Vermutlich tut er dasselbe, wenn er bei einem zu jungen Menschen schon Übergewicht und zu hohe Cholesterinwerte vorfindet. Mit Sicherheit kommt hier die Frage nach der Ernährung oder erblichen Komponenten auf. Der Rat zu einer Gewichtsabnahme erfolgt mit einiger Sicherheit auch. Zu hohe Cholesterinwerte bemerkt man selber nicht. Man hat heutzutage aber ein weitaus höheres Bewusstsein für die Problematik als früher. Es gab sogar Zeiten, da konnte man das eine Hysterie nennen. Die jahrzehntelangen Warnungen vor dem “bösen” Cholesterin hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Eier, Käse, Fleisch oder Butter kamen als Cholesterinbomben in Misskredit. Heute weiß man längst, dass die vermeintlichen Cholesterin-Bomben gar nicht die Hauptverursacher überhöhter Blutfettwerte sind. Das meiste Cholesterin nehmen wir nämlich nicht mit der Nahrung auf, sondern der Organismus stellt es als lebenswichtigen Stoff selber her.

Wichtig ist auch, dass nicht jede Art des Cholesterins schädlich ist. Das Nahrungs-Cholesterin spielt im Gesamtcholesterinwert eine eher untergeordnete Rolle. Ansonsten unterscheidet man noch das HDL- und das LDL-Cholesterin – und nur letzteres, das Low Density Lipoprotein (LDL), ist schädlich. Noch nie war es gut, alles in einen Topf zu werfen. Differenzierungen sind das beste Mittel gegen Verallgemeinerungen. Ohne Cholesterin würde unser Körper ebenso wenig funktionieren wie ein Auto mit leerem Tank. Auch hier gilt: Wenn sie falsches Benzin – hier stellvertretend für LDL-Cholesterin – tanken, geht früher oder später gar nichts mehr. Beim Auto merken wir den Schaden nur sehr viel eher. Das Erkennen der zu hohen Cholesterinwerte und ihrer Ursachen ist eines, ein Umdenken in Ernährungsfragen ein anderes. Mit mehr Bewegung, weniger tierischen Fetten und mehr vollwertiger Vitalkost und geeigneten Nahrungsergänzungen tun wir schon bewusst etwas dazu, dass unsere Cholesterinwerte im Rahmen bleiben. Je früh er wir damit anfangen, desto besser. Eine regelmäßige ärztliche Überprüfung unserer Blutwerte ist also sinnvoll – und noch bezahlt die Krankenkasse sie auch.